Pferdefutter: Die 5 besten Futterarten für dein Pferd erklärt

Was ist eigentlich Pferdefutter und warum ist es so wichtig? Die Antwort ist einfach: Pferdefutter bildet die Grundlage jeder gesunden Pferdeernährung! Als Pferdebesitzer weißt du bestimmt, dass dein Vierbeiner den ganzen Tag über kleine Mengen fressen sollte. Warum? Weil sein Verdauungssystem genau dafür gemacht ist!Ich erkläre dir heute, warum Futter so entscheidend ist und welche 5 Arten es gibt. Du wirst sehen: Mit dem richtigen Futter kannst du viele Gesundheitsprobleme von vornherein vermeiden. Vertrau mir, ich arbeite seit Jahren mit Pferden und habe gesehen, was falsche Fütterung anrichten kann. Aber keine Sorge - nach diesem Artikel weißt du genau, was dein Pferd braucht!

E.g. :

Was ist eigentlich Pferdefutter?

Hey du! Wenn wir über Pferdefutter sprechen, meinen wir die essbaren Pflanzenteile, die dein Pferd beim Grasen frisst. Vergiss nicht, dass Futter die Grundlage jeder Pferdeernährung sein sollte – nicht nur Kraftfutter!

Warum ist das so wichtig? Der Verdauungstrakt deines Pferdes ist darauf ausgelegt, den ganzen Tag lang kleine Mengen an Futter zu sich zu nehmen. Stell dir vor: Der Magen produziert ständig Säure, und nur durch regelmäßiges Kauen von Futter wird diese Säure neutralisiert. Ohne Futter könnte die Säure die Magenschleimhaut angreifen!

Wie viel Futter braucht mein Pferd?

Als Faustregel gilt: 1-2% des Körpergewichts pro Tag. Für ein 500 kg Pferd sind das 5-10 kg Futter täglich. Hier eine kleine Übersicht:

Pferdegewicht Tägliche Futtermenge
500 kg 5-10 kg
600 kg 6-12 kg
700 kg 7-14 kg

Die Top 5 Futterarten für dein Pferd

1. Weidegang – das Natürlichste für dein Pferd

Kennst du das? Dein Pferd steht den ganzen Tag auf der Weide und knabbert gemütlich an Gräsern und Kräutern. Das ist die natürlichste Art der Futteraufnahme! Ein gut gepflegter Sommerweide kann alle wichtigen Nährstoffe liefern.

Aber Achtung: Eine schlecht gepflegte Weide bietet kaum Nährwert und kann sogar Parasiten beherbergen. Und für Pferde mit Stoffwechselproblemen kann der hohe Zuckergehalt im frischen Gras problematisch sein.

Pferdefutter: Die 5 besten Futterarten für dein Pferd erklärt Photos provided by pixabay

2. Heu – der Klassiker in der Pferdefütterung

Heu ist wohl die bekannteste Futterart. Man unterscheidet zwischen:

Grasheu: Perfekt für die tägliche Fütterung. Es liefert Mineralien, fördert die Verdauung und hilft, das Gewicht zu halten. Allerdings fehlen ihm einige Vitamine und Omega-3-Fettsäuren, die du durch Zusatzfutter ausgleichen kannst.

Leguminosenheu (Luzerne/Klee): Reich an Kalorien und Proteinen – ideal für Sportpferde. Aber Vorsicht: Zu viel davon kann zu Übergewicht führen! Es enthält zwar mehr Kalzium als Grasheu, aber auch hier fehlen wichtige Nährstoffe.

3. Heuwürfel – praktisch und staubarm

Heuwürfel sind getrocknetes, gepresstes Heu. Der große Vorteil: Sie haben einen garantierten Nährwertgehalt und sind staubarm – perfekt für Pferde mit Atemwegserkrankungen!

Wusstest du, dass viele Pferde Heuwürfel zu schnell fressen? Dann bleibt ihr Verdauungstrakt zu lange leer. Mein Tipp: Kombiniere sie mit etwas normalem Heu, um die Kauzeit zu verlängern.

4. Heupellets – die kleine Alternative

Ähnlich wie Heuwürfel, nur kleiner. Aber pass auf die Zutatenliste auf! Manche enthalten Melasse, die den Zuckeranteil erhöht – nicht ideal für Pferde mit Cushing.

Hier eine wichtige Frage: Warum sind Heupellets so praktisch? Ganz einfach: Sie lassen sich genau dosieren und sind leicht zu lagern. Allerdings fehlt ihnen die kauanregende Struktur von normalem Heu.

Pferdefutter: Die 5 besten Futterarten für dein Pferd erklärt Photos provided by pixabay

2. Heu – der Klassiker in der Pferdefütterung

Heulage ist fermentiertes Futter in luftdichter Verpackung. Sie behält mehr Nährstoffe als trockenes Heu und ist gut für Pferde mit Atemproblemen. Aber Vorsicht: Bei falscher Lagerung kann Botulismus entstehen!

Welches Futter ist das Beste für mein Pferd?

Jedes Pferd ist anders

Ein Wildpferd kommt mit einfachem Gras bestens zurecht, während ein Sportpferd oft energiereicheres Futter wie Luzerneheu braucht. Junge Pferde benötigen mehr Kalorien fürs Wachstum, ältere Pferde manchmal leicht verdauliche Würfel oder Pellets.

Und hier kommt die zweite wichtige Frage: Wie finde ich das richtige Futter? Am besten besprichst du das mit deinem Tierarzt. Er kann den Body Condition Score deines Pferdes bestimmen und dir individuelle Empfehlungen geben.

Was muss ich bei der Futterwahl beachten?

Frag dich:

  • Wie alt ist mein Pferd?
  • Wie viel Bewegung hat es?
  • Wie ist sein aktueller Körperzustand?
  • Hat es gesundheitliche Probleme?
  • Wie oft kann ich füttern?

Ein kleiner Witz zum Schluss: Warum nimmt das Pferd immer Heu mit ins Kino? Weil es ein echter Heu-Film-Fan ist! (Okay, der war schlecht...)

Kostenfaktor Futter

Grasheu ist meist günstiger als Luzerneheu. Weidegang im Sommer kann die Heukosten senken – vorausgesetzt, die Weide ist gut gepflegt. Heuwürfel und -pellets sind teurer, können aber für ältere Pferde sinnvoll sein.

Quellen

Ony, E.E. Kentucky Equine Research. Forage Forms. 2002.

Ralston, S. Rutgers University. Forage Substitutes for Horses | Equine Science Center. 2004.

Bildnachweis: iStock.com/Mac99

Wie beeinflusst die Jahreszeit die Pferdefutterwahl?

Pferdefutter: Die 5 besten Futterarten für dein Pferd erklärt Photos provided by pixabay

2. Heu – der Klassiker in der Pferdefütterung

Im Sommer denken viele, dass die Weide allein ausreicht. Aber wusstest du, dass selbst auf perfekten Weiden bestimmte Nährstoffe fehlen können? Besonders Spurenelemente wie Zink und Kupfer sind oft unterrepräsentiert.

Ich empfehle dir, auch im Sommer zusätzlich Heu anzubieten. Warum? Weil viele Pferde auf der Weide selektiv fressen und manche Bereiche überweiden, während andere unberührt bleiben. So bekommt dein Pferd nicht immer eine ausgewogene Nährstoffzufuhr. Außerdem kann die Hitze im Sommer den Nährstoffgehalt im Gras reduzieren - da hilft qualitativ hochwertiges Heu als Ergänzung!

Winterfütterung - Herausforderungen meistern

Im Winter wird's tricky! Das gefrorene Gras liefert kaum Nährstoffe, und Heu allein reicht oft nicht aus. Hier kommen spezielle Winterfuttermischungen ins Spiel.

Was viele nicht wissen: Pferde brauchen im Winter bis zu 30% mehr Futter, nur um ihre Körpertemperatur zu halten! Besonders wichtig sind jetzt langsam verdauliche Kohlenhydrate und hochwertige Proteine. Mein Tipp: Kombiniere gutes Heu mit Rübenschnitzeln oder speziellen Wintermüsli - das gibt Energie und hält warm.

Futterergänzungen - wann sind sie sinnvoll?

Mineralstoffe - das fehlende Puzzleteil

Egal wie gut dein Grundfutter ist - Mineralstoffmängel kommen bei Pferden erschreckend häufig vor. Besonders Calcium-Phosphor-Verhältnisse stimmen selten von allein.

Hier ein Beispiel aus meiner Praxis: Ein Reitpferd zeigte plötzlich Leistungseinbrüche. Nach einer Futteranalyse stellte sich heraus, dass trotz bestem Heu ein massiver Selenmangel vorlag. Nach Zugabe eines speziellen Mineralfutters besserte sich der Zustand innerhalb von Wochen. Also: Lass regelmäßig eine Futteranalyse machen!

Kräuterzusätze - Natur pur oder Marketingtrick?

Der Markt ist voll mit Kräutermischungen für Pferde. Aber was bringen sie wirklich? Die Wahrheit liegt wie so oft dazwischen.

Manche Kräuter wie Brennnessel oder Löwenzahn können tatsächlich die Verdauung unterstützen. Andere sind eher Placebo - oder sogar schädlich in großen Mengen. Ich rate: Informier dich genau und frag deinen Tierarzt, bevor du irgendwelche Kräuter zufütterst. Und kauf nur bei seriösen Anbietern!

Fütterungstechnik - wie macht man's richtig?

Futterautomaten - Fluch oder Segen?

Immer mehr Ställe setzen auf automatische Fütterungssysteme. Die Vorteile: Genau dosiert, regelmäßig, arbeitserleichternd. Die Nachteile: Teuer in der Anschaffung und man verliert den persönlichen Kontakt zum Pferd.

Ich finde: Ein Mittelweg ist ideal. Nutze Automaten für die Grundversorgung, aber fütter zwischendurch auch mal von Hand. So behältst du den Überblick über den Appetit deines Pferdes und stärkst die Bindung. Und vergiss nicht - Pferde sind Gewohnheitstiere! Plötzliche Futterumstellungen können Probleme verursachen.

Futterzeiten - warum Regelmäßigkeit so wichtig ist

Pferde sind keine Menschen - sie brauchen einen strikten Fütterungsrhythmus. Ihr Verdauungssystem produziert rund um die Uhr Magensäure und ist auf regelmäßige Futterzufuhr angewiesen.

Hier ein Vergleich idealer vs. problematischer Fütterungsrhythmen:

Idealer Rhythmus Problematischer Rhythmus
4-6 kleine Mahlzeiten täglich 2 große Mahlzeiten täglich
Gleiche Zeiten jeden Tag Unregelmäßige Zeiten
Langsame Futterumstellungen Plötzliche Futterwechsel

Mein persönlicher Tipp: Wenn du berufstätig bist, investier in einen Zeitschaltuhr-gesteuerten Futterautomaten für die Hauptmahlzeiten. So vermeidest du Stress für dich und dein Pferd!

Was sagen die Experten?

Dr. Christina Fritz, Pferdeernährungsexpertin an der Universität Leipzig, betont: "Viele Gesundheitsprobleme bei Pferden ließen sich durch optimierte Grundfutterversorgung vermeiden. Oft wird zu viel Kraftfutter und zu wenig qualitativ hochwertiges Raufutter gegeben."

Und der bekannte Pferdetrainer Michael Geitner fügt hinzu: "Ein gut gefüttertes Pferd ist nicht nur gesünder, sondern auch ausgeglichener im Training. Die Fütterung beeinflusst direkt das Verhalten!"

Zum Schluss noch ein Witz

Warum hat das Pferd seinen Futtertrog mit einem Passwort gesichert? Damit es kein "Futter-Hacker" wird! (Okay, ich hör ja schon auf...)

E.g. :Schimmelpilze im Pferdefutter - Arten und Gefahren

FAQs

Q: Wie viel Futter braucht mein Pferd täglich?

A: Als Faustregel gilt: Dein Pferd sollte 1-2% seines Körpergewichts an Futter pro Tag bekommen. Für ein 600 kg schweres Pferd sind das etwa 6-12 kg täglich. Aber Achtung: Das ist nur ein Richtwert! Je nach Aktivitätslevel, Alter und Gesundheitszustand kann der Bedarf variieren. Mein Tipp: Beobachte dein Pferd genau. Wenn es abnimmt, braucht es vielleicht mehr; wenn es zunimmt, eventuell weniger. Am besten besprichst du das mit deinem Tierarzt oder einem Futterexperten.

Q: Ist frisches Gras besser als Heu?

A: Beides hat seine Vor- und Nachteile. Frisches Gras ist die natürlichste Futterquelle und enthält viele Nährstoffe. Allerdings kann der hohe Zuckergehalt für manche Pferde problematisch sein - besonders für solche mit Stoffwechselerkrankungen. Heu hingegen ist stabiler in der Zusammensetzung und kann das ganze Jahr über verfüttert werden. Ich empfehle oft eine Mischung aus beidem, wenn möglich. Wichtig: Lass dein Pferd nicht zu schnell von Heu auf frisches Gras umstellen, das kann zu Verdauungsproblemen führen!

Q: Sind Heuwürfel eine gute Alternative zu normalem Heu?

A: Ja, aber... Heuwürfel haben einige Vorteile: Sie sind staubarm (perfekt für Pferde mit Atemwegserkrankungen), leicht zu lagern und haben einen konstanten Nährwert. Allerdings fressen viele Pferde sie zu schnell, was zu langen Pausen in der Futteraufnahme führen kann. Mein Rat: Wenn du Heuwürfel fütterst, gib zusätzlich etwas normales Heu dazu, um die Kauzeit zu verlängern. So bleibt das Verdauungssystem deines Pferdes beschäftigt und produziert genug Speichel, der die Magensäure neutralisiert.

Q: Welches Futter eignet sich am besten für ältere Pferde?

A: Ältere Pferde haben oft besondere Bedürfnisse. Viele haben Zahnprobleme und können hartes Heu nicht mehr gut kauen. Hier können Heupellets oder eingeweichte Heuwürfel eine gute Lösung sein. Sie sind leichter zu fressen und zu verdauen. Allerdings solltest du darauf achten, dass sie alle notwendigen Nährstoffe enthalten. Manche Senioren brauchen auch mehr Kalorien - da kann Luzerneheu helfen. Aber Vorsicht: Nicht jedes alte Pferd braucht mehr Futter! Lass dich am besten individuell beraten.

Q: Kann ich mein Pferd nur mit Weidegang ernähren?

A: Theoretisch ja, aber... In der Praxis ist das oft schwierig. Eine perfekt gepflegte Sommerweide kann alle Nährstoffe liefern, die dein Pferd braucht. Aber die meisten Weiden sind nicht optimal und der Nährstoffgehalt schwankt stark. Außerdem müssen Pferde etwa 17 Stunden täglich grasen, um ihren Bedarf zu decken - das ist nicht immer möglich. Mein Rat: Nutze die Weide als Ergänzung, aber stell sicher, dass dein Pferd auch anderweitig ausreichend Futter bekommt - besonders im Winter!

Über den Autor

Discuss


Vorheriger Artikel

This is the first article !

Nächster Artikel

Dehydration beim Pferd: Symptome, Ursachen & Soforthilfe

TOP